Vorsicht, viel Text. Mehr bilder unten...
Lieber Blog,
(Nicht Blogger, Danke Görtz)
Am heutigen Abend habe ich bis 1:30 Uhr gearbeitet. Dann habe ich mit meine Mitstudenten zufälligerweise einen gehoben. Total lustig. Morgen (Heute) geht es auf Arbeitskreis Ausflug, und die Jungs sind der festen Meinung, dass man diese Ereignis am besten damit einläutet, dass man die Nacht durchsäuft, und dann totmüde in den Bus steigt. Meiner Meinung nach eine sehr gute Idee. Deshalb mache ich fleissig mit. Wenn man dann noch einen wirklich schönen Sonnenaufgang mitbekommt dann hat sich die Sache echt gelohnt.
Dann hat man auch einmal, was hier selten vorkommt lockere Japaner gesehen. Gegen 4:00 Uhr lag einer unter dem Tisch, und schlief, einer hatte es sich im IR-Messraum gemütlich gemacht, und der nächste war einfach total betrunken. Sehr lustig das ganze.
Wir haben uns den Sonnenaufgang auf der Residence angesehen und dabei wie es sich gehört die 9. angehört. Für die Japaner war das teilweise das erste Mal, dass sie sich einen Sonnenaufgang bewusst angesehen haben. Ich bin dann eine Runde um den Campus gelaufen, und habe angefangen für die Fahrt zu packen.
Zusammen mit Tanino habe ich um genau 9:00 als der Bus losgefahren ist, das letzte Bier des Abends und das erste des Morgens getrunken. Die Busfahrt habe ich zum größten Teil verschlafen, war auch so zu erwarten. Die ersten beiden Stops habe ich auch nur im Halbschlaf mitbekommen, war aber auch eigentlich nicht viel zu sehen.
Zu Mittag gab es Soba Nudeln, die aus Bruchweizen gemacht werden, und kalt gegessen werden. Wir haben in einem Fabrikrestaurant gegessen, wo die Dinger hergestellt werden, sehr interessant. Auf der einen Seite der Glasscheibe werden Nudeln gemacht, auf der anderen Seite werden sie gegessen.
Der dritte Stop war der Eiheije Tempel. Einer der zwei Gründertempel des Zen Buddhismus. In diesem Tempel werde auch immer noch Priester ausgebildet. Neben den 700 Jahren alten Holzgebäuden und Bäumen die in der Gegend herumstanden, konnte man auch über die Lebensweise der Mönche staunen. Leider haben wir keine Bilder machen können, hoffen aber noch das ein oder andere von der Japanern zu ergattern, um es euch zu zeigen.
Wir sind dann in das Hotel gefahren. Hier in der Bucht deren Namen ich wieder vergessen habe, haben wir in japanischen Zimmern gewohnt, und haben zum ersten mal ein öffentliches Bad benutzt. Sehr interessant. Was viel interessanter war, war das Essen das wir hier genossen haben:
Wir kamen in den Essenssaal, und an jedem Platz standen ein Teller mit 6 Stücken Sushi, ein kleiner Salat, ein Tellerchen mit eingelegten Gemüsen, ein Teller mit 4 kleinen Garnelen, zwei Sorten Sojasoße, einen Schälchen Tofu und ein Topf mit Gemüsen und Fisch zum selber warm machen. Es wurden dann für den ersten Gang noch ein Teller mit rohem was auch immer es war Fisch gebracht. Der zweite Gang war dann ein paar neue Scheiben eines anderen rohen fisches, ein gebratener Fisch mit einer sehr leckeren Soja Soße, und eine Tasse Suppe. Es gab dann noch Reis, und eine Schale Santo Nudeln. Ich habe alles gegessen, auch wenn ich bei einigen Sachen nicht wissen will, was es gewesen, ist. Algen und roher Fisch sind ja mittlerweile normal, aber da war glaube ich auch Seeigel und eine Schneckenart dabei. Es war alles sehr lecker, und das ist was zählt.
Nach dem Essen sind wir ein wenig entlang der Strandpromenade gewandert, und da ich nicht fähig war Franks Kamera richtig zu bedienen, gibt's leider keine Fotos. Die "Party" war wie halboffizielle japanische Partys halt sind. 17 Menschen haben um einen Tisch gesessen, sich drei Bier getrunken, und sich was erzählt. Gegen 23:00 Uhr sind Frank und ich noch mal ins Bad gegangen. Danach war schlafen angesagt.
Ich bin früh aufgestanden, um noch ein wenig am Strand entlanglaufen zu können, was ich dann auch für 20 Minuten im Regen getan habe. erst an der Promenade vorbei, den Sandstrand entlang, dann zwei Kilometer die Küstenstraße endlang, die immer höher in die Steilklippen stieg. Super Ausblick. Vom Frühstück gibt's später ein Foto.
Die Busfahrten waren sehr schön, denn wir sind entweder an der Steilküste endlang oder durchs Gebirge gefahren. Nebelschwaden die aus den Bambuswäldern aufgestiegen sind haben was für sich. Leider auch hiervon keine Fotos.
Der Erste Stop des Tages war in einem Ort, der in Japan berühmt für seine getrockneten Algen ist. Deshalb haben wir uns auch eine solche Algen-"Fabrik" angesehen. Dort gab es wie in den anderen Fabriken zu allem was sie produzierten eine kleine Probe. Ich habe auch vieles probiert, obwohl es erst 10:00 Uhr war, und das Bier doch noch zu spüren war.
Der Nächste Stop war dann eine Fischpasten-Produktion. Das ist was, dass ihr nicht kennt, aber trotzdem gut schmeckt. Auch da wieder alles probiert, und uns angesehen, wie die Sachen gemacht werden.
Mittag gab es in einem Fischmark. Alles was ich bisher an Essen hier beschrieben habe gab es da lebend und tot. Krabben (Dafür ist diese Bucht berühmt) in allen Größen, von fingernagelgroß bis hin zur "Ich habe ein Problem die Vicher auf beiden Handflächen zu halten"-Größe. Natürlich gab es auch wieder sehr gutes Essen, und Fisch. Nicht ganz so viel Auswahl wie abends im Hotel, dafür aber wie immer sehr gut. Ich kann jetzt wirklich sagen: "Ich bin in Japan zum Fischliebhaber geworden".
Der letzte Stop des Tages war in einem Ort, in dem es mehrere Glasmanufakturen gibt. Des weiteren ist die Einkaufsstraße aufgemacht wie eine historische Einkaufsstraße. Wir haben uns eine der Glasmanufakturen angesehen, und zugesehen, wie ein Blasehase aus einem Klecks flüssigem Siliziumdioxid- Kalzuimoxidgemisch eine Teekanne gemacht hat, die wie ein Hund aussah. Es gab noch einen schönen Tempel und eine Burg am Strand des Biwa-Sees, die wir und angesehen haben.
Jetzt geht es im Bus wieder zurück nach Nagoya durch die Bergkette, die das Tal des Biwako und die Ebene von Nagoya teilt.
So das war alles was wir dieses Wochenende getan haben.

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